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Dein Startup in einem klaren Satz

Ein kurzer Elevator Pitch, der verständlich macht, wem du hilfst und was sich dadurch verändert. Mit einer Übung für 15 und 60 Sekunden.

3 MinutenAktualisiert: Paul Krügel / FoundMatter
KI-generierte Szene: Eine Gründerin stellt ihr Unternehmen im kurzen Gespräch vor.

KI-generierte Illustration, keine Aufnahme einer realen Veranstaltung.

Beginne beim Gegenüber, nicht bei der Technologie

Wenn jemand zum ersten Mal von deinem Unternehmen hört, fehlen ihm fast alle Zusammenhänge, die für dich selbstverständlich sind. Ein guter Einstieg gibt zuerst Orientierung: Wer hat welches Problem, und was tut dein Produkt konkret dagegen?

Wörter wie Plattform, KI oder Ökosystem ersetzen diese Erklärung nicht. Die technische Besonderheit wird relevant, sobald klar ist, warum die Aufgabe überhaupt wichtig ist.

Der 15-Sekunden-Test

Schreibe zwei kurze Sätze. Der erste beschreibt Zielgruppe und Aufgabe. Der zweite sagt, was mit deinem Produkt einfacher oder überhaupt erst möglich wird. Verwende nur Aussagen, die du heute vertreten kannst.

Übungsbeispiel: Wir helfen kleinen Einkaufsteams, Lieferantennachweise an einem Ort zu prüfen. Statt E-Mails zu durchsuchen, sehen sie, welche Unterlage fehlt und wer nachfasst. Das Beispiel beschreibt einen Ablauf, keinen belegten Kundenerfolg.

  • Eine konkrete Zielgruppe statt Unternehmen jeder Größe.
  • Eine erkennbare Alltagssituation statt eines abstrakten Megatrends.
  • Ein verständliches Tätigkeitswort statt einer Liste von Eigenschaften.
  • Kein behaupteter Zeitgewinn ohne Messung.

Erweitere auf 60 Sekunden

Ergänze einen Grund, warum das Problem jetzt relevant ist, und einen echten Nachweis aus deiner bisherigen Arbeit. Das kann ein bezahlter Pilot sein, aber auch eine klar eingegrenzte Erkenntnis aus einem Test. Sage dazu, was dieser Nachweis noch nicht beweist.

Schließe mit einer Frage, die zum Gespräch passt: Ist das ein Thema, das ihr bei euren Portfoliounternehmen seht? So entsteht ein Austausch, statt dass du einen längeren Monolog an den kurzen Pitch anhängst.

  • Was ist die heutige Alternative?
  • Was hat dein Team bereits gelernt oder erreicht?
  • Welche Annahme bleibt offen?
  • Was möchtest du vom Gegenüber verstehen?

Lass jemanden deine Aussage zurückerzählen

Bitte eine Person außerhalb deines Teams, in eigenen Worten wiederzugeben, was dein Unternehmen tut. Korrigiere sie nicht sofort. Wo die Beschreibung abweicht, liegt oft eine Lücke in deiner Erklärung.

Speichere anschließend eine kurze, belastbare Version in deinem Profil. Der Satz darf sich ändern, wenn dein Unternehmen dazulernt. Entscheidend ist, dass Website, Profil und Gespräch denselben aktuellen Kern vermitteln.

Quellen und Kontext

Die Links liefern fachlichen Kontext. Die Übungen sind ausgewählte Einstiege aus Paul Krügels Arbeit mit Gründerteams, nicht das vollständige Framework. Sie ersetzen keine Investment-, Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.

Häufige Fragen

Brauche ich für jede Zielgruppe einen anderen Pitch?

Der Unternehmensstand bleibt derselbe. Du kannst aber den Einstieg und die relevante Aufgabe anpassen. Eine Investorin interessiert sich möglicherweise zuerst für Markt und Geschäftsmodell, ein potenzieller Kunde für den konkreten Arbeitsablauf.

Mach aus der Übung deinen nächsten Profilstand.

In FoundMatter arbeitest du privat an Profil und Investorenreife. Veröffentliche bewusst und halte den Stand aktuell. Die öffentliche Registrierung ist noch geschlossen; du kannst Zugang anfragen.